23.5.2017

Master im Fernstudium: Was du beachten solltest

Nach dem Bachelorstudium einen Master machen – das ist für die meisten Studenten ganz selbstverständlich. Dann hast du aber doch die Möglichkeit, direkt nach dem Bachelor in den Traumjob zu starten und diese Chance will man sich ja nicht entgehen lassen. Wer dennoch einen Master machen will, kann beides gleichzeitig – mithilfe eines Fernstudiums. Dies hat gleich mehrere Vorteile.

Zunächst einmal lässt es sich sehr gut mit einem Job vereinbaren. Da die Unterlagen für die Univeranstaltungen alle online zugänglich sind, ist es nicht notwendig, zu feststehenden Terminen an der Uni zu erscheinen. Ein Umzug zur Hochschule bleibt also aus und das Studium beeinträchtigt nicht die Arbeit.

Ganz im Gegenteil wirkt sich die Bereitschaft zu Fort- und Weiterbildungen sogar positiv aus, wenn du dich intern für höhere Stellen bewirbst. Sie stellt eine gute Möglichkeit dar, sich von anderen Kandidaten abzuheben.

Außerdem können die Lernzeiten an die persönlichen Bedürfnisse und Termine angepasst werden. So kann man tagsüber ganz normal seiner Arbeit nachgehen und sich dann nach Feierabend noch ein paar Lektionen anschauen. Natürlich erfordert es ein hohes Maß an Motivation und Selbstdisziplin, nach einem langen Arbeitstag nicht einfach vor dem Fernseher einzuschlafen.

Auch im Studium an einer Hochschule hat man viele Freiheiten, doch ein Fernstudium bietet noch weit mehr. Da die Prüfungen meist mehrmals im Jahr angeboten werden, bist du nicht dazu gezwungen, dich beim Lernen an dem einen Termin im Jahr zu orientieren, an dem die Prüfung stattfindet, um zu vermeiden, ein ganzes Jahr länger studieren zu müssen. Das ist sicherlich ein großer Vorteil, verleitet aber gleichzeitig auch dazu, das Studium nicht so ernst zu nehmen und das Lernen immer weiter aufzuschieben, gerade wenn der Job stressig ist.

Tipps um die Motivation zu steigern:

  • Kleidung: „Zu Hause sieht mich ja keiner…“ Mit dieser Begründung setzen sich viele zum Lernen in Jogginghose oder gar im Schlafanzug hin. Ist ja auch viel bequemer. Allerdings haben Studien ergeben, dass wir nachweislich unproduktiver sind, wenn wir solche Klamotten, die wir sonst mit Entspannung und Freizeit assoziieren, zum Arbeiten tragen. Stattdessen solltest du dir zum Lernen normale Sachen anziehen, wie du sie auch auf der Straße oder bei der Arbeit im Büro tragen würdest. Eine Krawatte ist natürlich nicht nötig.
  • Arbeitsplatz: Wenn du bei der Arbeit bereits den ganzen Tag am Schreibtisch verbracht hast, scheinen die Couch oder gar das Bett am Abend der perfekte Ort zum Lernen zu sein. Doch wie auch schon bei der Kleidung solltest du bedenken, dass beide Orte nicht gerade als produktive Arbeitsplätze bekannt sind. Ehe man sich versieht, ist man schon in die Horizontale gerutscht und das Buch ist vergessen. Also, so schwer es auch fallen mag: Der Schreibtisch zu Hause sollte nicht nur als Ablage genutzt werden, sondern auch als Platz zum Lernen dienen.
  • Ablenkung: Mal eben in die Nachrichten schalten, soziale Netzwerke checken oder nebenbei die Lieblingsserie weiterschauen. Nach einem langen Arbeitstag hat man sich das definitiv verdient. Allerdings sollte man das nicht neben dem Lernen machen, denn egal ob Mann oder Frau: Multitasking funktioniert in solchen Fällen leider nur selten. Plötzlich erwischt man sich dabei, dass man gerade drei Seiten am Stück gelesen hat, ohne auch nur einen Satz wirklich verstanden zu haben. Dann doch lieber eine Stunde konsequent und ohne Ablenkung lernen und sich hinterher zur Belohnung noch eine Folge Game of Thrones gönnen.


Was du außerdem beachten solltest, wenn du dich für einen Master im Fernstudium interessierst, ist dass diese Form des Studiums nichts mit dem normalen Studentenleben gemeinsam hat. Es werden keine Kontakte geknüpft und vor allem findet sich kein Kommilitone, der bei den Aufgaben hilft oder bei dem man sich mal eben ein paar Tipps für die Hausarbeit abholen kann.
Zudem ist ein Fernstudium nicht ganz billig. Die Studiengebühren bzw. Semesterbeiträge sind um einiges höher als für ein normales Präsenzstudium.

Doch der Aufwand lohnt sich. Ein Masterabschluss stellt eine höhere Qualifikationsstufe dar und bedeutet in den meisten Fällen ein höheres Einstiegsgehalt, bzw. höhere Einstiegsstufen. Wenn du bereits einen Job hast und diesen auch gerne weitermachen willst, so ist es dennoch sinnvoll über eine Weiterbildung nachzudenken. Denn diese erhöht deinen Wert für die Firma, zeigt dass du bereit bist, dich weiterzubilden und Interesse und Motivation für den Job aufbringst – alles zusammen gute Gründe für eine baldige Beförderung.

Ein Gastartikel von Die-Bewerbungsschreiber.de.